


Hallo erstmal,
seit einigen Wochen hat es nicht mehr geregnet, was für die Gegend und die Jahreszeit angeblich ungewöhnlich ist. Jetzt wird der sonst so weiche und rote Boden sehr hart und eher hellbraun. Gleichzeitig hat sich wohl der Tod bei uns eingenistet. Wir hatten vor einigen Wochen 3 kleine Schweinchen gekauft, die leider alle innerhalb der ersten Woche gestorben sind. Wahrscheinlich haben wir ihnen erst zu spät die Anti-Parasiten- und Bakterien-Mittelchen geben lassen. Außerdem waren es wohl noch etwas zu früh, sie so auf einmal von der Mutter wegzuholen. Dann ist in der Woche drauf eine Katze spurlos verschwunden (Marcel hat damit wirklich nichts zu tun...) und ein paar Tage später hatte die andere Katze irgendwie Schaum vor dem Mund und hat recht rumgezuckt. Da kam auch für sie der Sensenmann. Die kleine Katze wurde bereits ein paar Tage zuvor an eine Frau mit ihren Kindern verschenkt.

Doch wie da

s Leben und wir so spielen, haben wir wieder neue Schweinchen! Sie sind schon etwas grösser als die alten und halten dafür hoffentlich auch etwas länger. Aber sie stehen unter fach

ärztlicher Aufsicht und machen bereits einen besseren Eindruck.
Heute hat die Evi eine richtige Kompostbox gebaut, damit unsere Nachkommen dann auch schöne Gartenerde haben, da wir in einem Jahr, wenn das fertig ist höchstwahrscheinlich zumindest nicht mehr hier auf diesem schönen Grundstück sein werden. Wir werden zwar erstmal versuchen im Land (oder zumindest auf dem Kontinent) zu bleiben, und haben auch zugesagt, bis Februar, also bis Jan und Nicole wieder aus Deutschland zurück sind, dieses Haus zu bewachen, aber danach wissen wir noch nicht wohin. Es ist eine Wahl die man nicht so einfach aufgrund der Fakten treffen kann, denn eigentlich wird überall Hilfe benötigt, und wie so oft hat jeder Platz auf Erden so seine Vor- und Nachteile.

Letzte Woche haben wir die Ulla und den Michael in Yegros besucht. Dort ist es wohl eher ländlich, d. h. sehr ruhig und gelassen, man schläft gut und kann ganz viele Sachen im Garten verbrennen. Wenn nicht gerade Zusammenkunft ist und es den Rauch ins Gebäude weht...
Wir hatten aber den Eindruck, dass es den beiden dort sehr gut geht und gefällt, schließlich kann man sehr guten Käsekuchen essen, Pommes und Hamburger kaufen und das aufgeschlossene Dienstgebiet fängt praktisch vor der Haustür an.
Am Diensttag habe ich auch zum ersten Mal seit ich in Paraguay bin eine Zeitschrift abgegeben. Das freut mich sehr. Übrigens ist das nicht so ungewöhnlich, da ja bis jetzt fast die ganze Zeit noch die Traktataktion lief, und ich da nicht so freigebig wie andere noch Zeitschriften mit draufgepackt habe. Aber jetzt habe ich Gebiet vom Jan übernommen und arbeite mich da langsam ein. Wir sind auch in ihren Teil des Hauses gezogen. Das ist sehr schön, weil es etwas größer ist, ein schönes Bad hat, in dem das Wasser sehr gut abfließt und das Bett ist auch schön groß und hat eine gute, harte Matratze. Heute werde ich auch unsere Stereoanlage mit nach hinten nehmen. Ein wahrer Segen!